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05/2018

Presseinformation zum Pressegespräch am 03.05: Rebhuhn, Feldhase, Kiebitz und Co. vom Aussterben bedroht

Die Jägerschaft verändert sich: Steigender Frauenanteil und immer mehr junge Menschen von der Jagd fasziniert | Alarmierende Rückgänge beim Niederwild: Rebhuhn und Feldhase regional vom Aussterben bedroht. Nur gemeinsam erhalten wir diese Tiere in heimischen Feldern, Wiesen und Kleingehölzen.   

Rund 19.100 Jägerinnen und Jäger üben aktuell in den Revieren in Oberösterreich aktiv das
Weidwerk auf einer Fläche von 11.979 km² in über 950 Jagdrevieren aus. Sie stammen aus unterschiedlichsten Bevölkerungsgruppen und belegen, dass sich die Jagd verändert. So steigt der Frauenanteil in der Jägerschaft stetig und auch die Anzahl an jungen Menschen, die Interesse an der Jagd zeigen, wächst kontinuierlich. Im vergangenen Jagdjahr 2017 absolvierten 574 Jungjägerinnen und Jungjäger in Oberösterreich die Jagdprüfung, darunter bereits 16 Prozent Frauen. In Oberösterreich gibt es damit aktuell rund 1.800 Jägerinnen. Das Interesse für die Jagd mit ihren vielfachen Aufgaben wächst aber auch bei jungen Menschen. So war 2017 knapp die Hälfte der Kandidaten bei der Jagdprüfung unter 30 Jahre alt.  „Diese Entwicklungen zeigen sehr anschaulich, dass die Jagd einen Wandel erlebt. Sie begeistert Menschen unabhängig von Alter, Ausbildung, Beruf oder Geschlecht. Wir freuen uns, dass in Oberösterreich Frauen bestens integriert sind und es Vorurteile - falls überhaupt -, meist nur vereinzelt gibt“, so Landesjägermeister ÖR Sepp Brandmayr zum neuen Bild der Jägerschaft. Sie alle leisten mit der Ausübung der Jagd in Oberösterreich einen wertvollen Beitrag zum Natur- und Wildschutz.

 

Die heimische Jagd als bedeutender Wirtschaftsfaktor
Zudem stellt die Jagd einen wesentlichen Wirtschaftsfaktor dar. Alleine in Oberösterreich sichert die Jagd hunderte Arbeitsplätze. Neben unmittelbar Beschäftigten, wie Berufsjägern und dem Jagdpersonal, florieren im Umfeld der Jagd wichtige Wirtschaftsbereiche und Berufszweige, wie etwa Büchsenmacher, Beschäftigte im Jagdfachhandel, Präparatoren, Hersteller von Saatgut und Futtermittel, heimische Baumschulen bis hin zu Händlern im Bereich der Automobilindustrie, die mit speziellen Ausstattungen für Jäger handeln, und dem Bekleidungshandel, der mit eigenen Jagdkollektionen wachsende Umsätze verzeichnet. 

Laut einer im Dezember des Vorjahres präsentierten volkswirtschaftlichen Studie des renommierten emeritierten Univ.-Prof. für Volkswirtschaft, Dr.Dr.mult. Friedrich Schneider, beträgt die Wirtschaftsleistung der Jagd in Österreich beinahe 800 Mio. Euro. Der Anteil der Oberösterreichischen Jagd gerechnet auf ganz Österreich beträgt rund 15 Prozent. „Bricht man die ermittelte Wirtschaftsleistung für ganz Österreich auf Oberösterreich herunter, bedeutet dies einen Wertschöpfungsbeitrag der Jagd von rund 110 Mio. Euro hierzulande“, fasst Mag. Christopher Böck, Geschäftsführer des OÖ Landesjagdverbandes, die Leistung der heimischen Jägerinnen und Jäger in Zahlen. Laut Studie erbringen Österreichs Weidmänner zudem rund 10,6 Millionen ehrenamtliche Stunden pro Jahr. Dies entspricht einer Wirtschaftsleistung von jährlich rund 240 Mio. Euro. „Für Oberösterreich mit unseren 19.100 Jägern heißt das, dass die Jägerinnen und Jäger in ca. 1,6 Mio. ehrenamtlichen Stunden einen Wertschöpfungsbeitrag im Wert von rund 36 Mio. Euro an Jagdleistungen für die Allgemeinheit erbringen. Ein Beitrag, den die öffentliche Hand nicht leisten muss und der allen in Oberösterreich zugutekommt“, zieht Böck positiv Bilanz des letzten Jagdjahres.

 

Die Jagd leistet wertvollen Beitrag für oberösterreichische Allgemeinheit
In Oberösterreich wurden alleine durch Pachten, Abschussverkäufe, Steuern und den Ankauf von Ausrüstungsgegenständen im letzten Jahr rund 50 Millionen Euro erwirtschaftet. Der Abschusswert an Wildbret betrug 2017 in Oberösterreich den Schätzungen des Landesjagdverbandes zufolge rund 4,8 Mio. Euro und ist damit im Vergleich zu den Vorjahren wieder leicht gestiegen. Begründet sieht man beim OÖ Landesjagdverband diese Entwicklung einerseits in der Erfüllung der Reh- und Rotwildabschusspläne sowie der in Oberösterreich gepflegten nachhaltigen Jagdwirtschaft, als auch der steigenden Nachfrage nach hochwertigem Wildbret. „Es ist wichtig, zwischen Wildfleisch und Wildbret zu unterscheiden. Während die Bezeichnung Wildfleisch auf Wild aus Farmhaltung hinweist, steht die Bezeichnung Wildbret für Wild aus freier Wildbahn“, erklärt Böck. Wildbret ist ein sehr vielseitiges Naturprodukt und erlebt aktuell eine Renaissance in den Küchen. Dabei können die oberösterreichischen Konsumentinnen und Konsumenten darauf vertrauen, dass das heimische Wild artgerecht aufwächst, weidgerecht erlegt und das qualitativ hochwertige Fleisch fachgerecht verarbeitet wird. Dafür tragen unsere Jäger Verantwortung. „Der Preis für Wildbret ist nicht viel höher, als jener von einem saftigen Steak oder Filetstück vom Rind. Der Preis von einem Kilo gutem Wildbret von regionalen Lieferanten liegt zwischen 18 und 32 Euro, je nachdem, welches Edelteil verlangt wird“, so Böck.

Die Jagdwirtschaft jedoch alleine auf quantitative und wirtschaftliche Faktoren, wie die Vermarktung von Fleischprodukten zu reduzieren, reicht nicht aus, um die wirtschaftliche Bedeutung der Jagd zu erfassen. So umfassen die zentralen Aufgaben der Jägerschaft Verantwortung für Wild und Lebensraum zu übernehmen, den Naturschutz durch nachhaltige Naturnutzung zu sichern, die Lebensräume unserer Wildtiere zu bewahren und zu verbessern und natürliche Ressourcen nachhaltig zu nutzen. „Wie umfangreich und vielseitig die Tätigkeiten der heimischen Jägerinnen und Jäger tatsächlich sind, das wird in der allgemeinen Diskussion rund um die Jagd oftmals vergessen“,  so Brandmayr, der sich dafür stark macht, die Jagd nicht auf das Erlegen von Tieren zu reduzieren, sondern in der Gesamtheit wahrzunehmen und anzuerkennen.

So leisten vor allem Biotoppflegemaßnahmen, die der Betreuung und dem Erhalt des heimischen Tier- und Wildbestandes dienen, landesweite Kitzrettungsaktionen zur Vermeidung von Mähverlusten und Vermeidung von Tierkadavern im Heu bzw. der Silage, sowie Maßnahmen zur Prävention von Wildtierkrankheiten oder auch das Anbringung von Wildwarnreflektoren zur Vermeidung von Verkehrsunfällen Beiträge für die Allgemeinheit.

 

Projekt Wildschutz
So wurde unter anderem 2003 das oberösterreichische Pionierprojekt „Wildschutz“, zum Schutz des heimischen Wilds, vom OÖ Landesjagdverband auf Teststrecken gestartet. Das Ziel war, Unfälle mit Wild, hauptsächlich Rehen, zu senken. Seit Jahren unterstützen das Land OÖ sowie verschiedene Versicherungsunternehmen das Projekt. So konnten in den letzten fünf Jahren rund 200 Straßenkilometer in ganz Oberösterreich mit 15.500 akustischen und optischen Wildwarngeräten ausgestattet werden. Die Geräte geben einen Pfeifton ab, wenn das Scheinwerferlicht auf diese treffen. Der Vorteil dieser Warngeräte ist, dass der Wildwechsel damit nicht gänzlich abgeschnitten wird, sondern nur wenn ein Auto kommt, schrecken die Lichtreflexion und/oder der Pfeifton das Wild ab, die Straße zu überqueren. Ansonsten kann der gewohnte Wechsel stattfinden. Mit der bisherigen Installierung der Wildwarngeräte konnten die Verkehrsunfälle mit Tieren in den ausgestatteten Regionen um durchschnittlich 72 Prozent minimiert werden. Teilweise wurde sogar auf einigen Strecken eine Reduktion zwischen 90 und 100 Prozent erreicht. Das Projekt erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Abteilung Straßenbau des Landes OÖ und den Straßenmeistereien.

Für die kommenden Jahre sieht die heimische Jägerschaft jedoch klaren Handlungsbedarf im Bereich des Niederwildes. Denn hier verringern sich die Bestände in manchen Regionen seit Jahren besorgniserregend.

 

Rebhuhn, Feldhase, Kiebitz und Co. vom Aussterben bedroht
Im OÖ. Jagdgesetz ist klar geregelt, dass die Artenvielfalt für die Gegenwart sowie für die Zukunft gesichert werden muss. Mit der Erfüllung dieser Aufgabe sind die rund 19.100 Jägerinnen und Jäger in Oberösterreich wichtige Naturschützer. Sie schlagen nun Alarm und sensibilisieren für die Erhaltung von Rebhuhn, Feldhase, Kiebitz, Fasan oder Feldlerche. Waren diese Tiere bisher häufig in Wiesen, Feldern und Feldgehölzen hierzulande anzutreffen, so reduzieren sich die Bestände leider erheblich. „Der Rückgang unseres Niederwildes ist mehr als offensichtlich und nicht mehr zu ignorieren“, bringt es Ing. Volkmar Angermeier, Landesjägermeister Stellvertreter und Bezirksjägermeister in Eferding, auf den Punkt. Er fordert im Namen der Jägerschaft, gemeinsam dem Artenschwund in den Felder- und Wiesenrevieren entgegenzuwirken.

Dabei verweist er auf zahlreiche Meldungen aus den Jagdgebieten, in denen Jagden abgesagt werden, da es zu wenig Niederwildaufkommen für eine Bejagung gibt. Auch die Scheinwerferzählungen – eine gängige Methode zur Ermittlung von Beständen des Feldhasen – sind alarmierend rückläufig. Der Rückgang der Populationen bei unserem  Niederwild ist dabei auch für die nicht jagende Bevölkerung am Beispiel der Hasen einfach zu beobachten. „Sehen wir die Hasen unter Tags in der Natur, dann geht es ihnen gut und wir können von einer größeren Population ausgehen. Kann man sie eher nur mehr in der Dämmerung erblicken, dann müssen wir uns Sorgen machen. Bei einer Feldhasendichte von 20 bis 30 Hasen pro 100 Hektar ist eine vermehrte Tagesaktivität vorhanden. In manchen Regionen liegt die Feldhasendichte aktuell jedoch nur mehr bei einigen wenigen Hasen auf 100 Hektar “, klärt Angermeier auf.  

 

Ursachen und Zusammenhänge für den Rückgang beim Niederwild
Über die Ursachen und Zusammenhänge der negativen Entwicklungen unserer Niederwildbestände gibt es unterschiedliche Zugänge und Begründungen. Unbestritten haben Lebensraumveränderungen einen großen Anteil am Rückgang der Niederwildarten. Die Lebensräume, wie naturbelassene, wenig gemähte Wiesen, Hecken oder breite Ackersäume, die die Tiere brauchen, um sich zu vermehren und zu überleben, werden immer weniger oder verschwinden. Sei es durch den verstärkten Häuser- und Siedlungsbau oder durch eine intensive Landwirtschaft. Viele der heimischen Offenlandarten wie Feldhase, Rebhuhn und Fasan, aber auch nicht jagdbare Arten wie Kiebitz oder Feldlerche finden in der oberösterreichischen Agrarlandschaft heute zunehmend schlechte Lebensbedingungen vor. Die Nahrung ist monoton und die Deckung wenig, womit nur mehr ein geringer Teil des Nachwuchses den ersten Geburtstag erreicht.

Aber auch der Ausbau und die Verdichtung des Straßennetzes sowie das immer stärker werdenden Verkehrsaufkommens gefährdet unser Niederwild stark. So wurden laut aktuellen Zahlen (2016) rund 5.000 Feldhasen und über 1.000 Fasane auf unseren Straßen überfahren (Quelle: Statistik Austria).  Zudem haben heute Rebhühner, Feldhasen und Fasane eine immer größer werdende Dichte an natürlichen Feinden. Der Fuchs, verschiedene größere Greifvögel oder Krähen, aber auch Wiesel oder Dachs fühlen sich in der Kulturlandschaft sichtlich wohler und vermehren sich stark. Zudem sind natürliche Reduktionsmechanismen wie Konkurrenz oder Krankheiten, zum Beispiel die Tollwut, nicht mehr wirksam. Die Auswirkungen bekommen jene Wildarten zu spüren, die sowieso schon am Limit sind.

 

Nichtbejagung rettet das Niederwild nicht
Die jagdliche Entnahme, die meist mit der Reduktion der Niederwildbestände in Zusammenhang gebracht wird, hat jedoch nur sehr wenig Einfluss auf die Populationen. So wurde zum Beispiel in einigen Jagdrevieren in den vergangenen Jahrzehnten gänzlich auf die Bejagung der Hasen oder Rebhühner verzichtet und dennoch ging der Bestand weiter zurück. „Durch eine einfache Nichtbejagung unserer Niederwildarten wird sich weder der Feldhase, noch der Fasan und schon gar nicht das Rebhuhn wieder in größeren Zahlen vermehren“, so Angermeier und weiter: „Die Funktionsweisen unserer Kulturlandschaft sind sehr komplex. Es gibt nie nur einen Grund für das Anwachsen oder Abnehmen einer Population, es sind immer mehrere. Da bedingt eins das andere. Und entsprechend herausfordernd ist es, wirksame Lösungen zu finden bzw. Maßnahmen zu entwickeln“, so Angermeier und ergänzt: „Ein gut ausgebildeter und verantwortungsvoller Jäger erkennt, wieviel Tiere er dem Bestand entnehmen kann, ohne die Population zu schädigen.“

 

Rettung für Rebhuhn und Co.: Raubwildbejagung und Lebensraumverbesserung
Die OÖ Jägerschaft sieht in der Kombination aus verstärkter Raubwildbejagung und mit Lebensraumverbesserungsmaßnahmen in enger Zusammenarbeit mit Naturschutz und Landwirten eine Chance, den Niederwildbestand nachhaltig zu schützen. „Viele unserer Jäger sind auch Landwirte und gehen mit gutem Beispiel voran. Sie zeigen auf der eigenen Fläche, was möglich ist, und bieten Kooperationen bei der Anlage der Flächen an. Dies umfasst etwa die Aussaat oder Pflege zum richtigen Zeitpunkt“, so Angermeier. In fast allen Teilen Oberösterreichs unterstützen die Jägerinnen und Jäger in Zusammenarbeit mit Grundbesitzern und Landwirten verschiedenste Projekte und Maßnahmen, um den Niederwildbestand wieder zu steigern. Dafür erhalten die  Landwirte und Grundbesitzer speziell für ihre Region gemischtes Saatgut, um Wildäcker und Ackerrandstreifen anzubauen. Dies bietet dem Niederwild Nahrung und Deckung. Auch stellen Landwirte Flächen, zur Verfügung, um gemeinsam mit den Jägerinnen und Jägern Hecken anzulegen. Zusätzlich sorgen Jägerinnen und Jäger dort für weniger jagdliche Beunruhigung. Die Jägerschaft bejagt zudem nachhaltig Beutegreifer wie Füchse zum Wohle der Hasen und anderem Niederwild, um das natürliche Gleichgewicht zu erhalten bzw. wieder herzustellen. Davon profitieren auch Tierarten, die nicht jagdbar sind.

 „Es gilt eine Balance zu finden zwischen dem Nutzen und dem Schutz. Wir brauchen sinnvolle und nachhaltige Kompromisse, um unsere Ackerflächen zu nutzen und dabei dennoch die Lebensräume für Rebhuhn und Co. auch zukünftig zu erhalten. Es dauert eben lange, bis sich ein Ökosystem mit allen, die es bewohnen, wieder nachhaltig erholt“, so Angermeier und verweist darauf, dass sämtliche Maßnahmen zum Schutz des Niederwildes keine einmaligen Aktionen oder kurzfristigen Zugeständnisse sein dürfen, sondern dauerhafte Maßnahmen darstellen müssen, um Rebhuhn, Feldhase und Co. nachhaltig in unseren Feldern, Wiesen und Feldgehölzen zu erhalten.

Die Ausgaben zur Verbesserung, Erhaltung und zum Wiederaufbau von Lebensräumen in Form von Saatgut zur Äsung und Deckung sowie für Sträucher und Hecken am Waldrand betrugen beim OÖ Landesjagdverband im letzten Jahr über 155.000 Euro.

 

Aufklärungsarbeit leisten: Gemeinsam Rebhuhn, Feldhase & Co. schützen
Es ist der nicht jagenden Bevölkerung oftmals unbewusst, welchen Anteil die regionale Jägerschaft am nachhaltigen Artenschutz in ihren Revieren hat, vor allem in Zeiten immer großflächigerer landwirtschaftlicher Bewirtschaftung von Flächen. Es ist deshalb ein klares Ziel der Jägerschaft, durch Aufklärungsarbeit und Öffentlichkeitsarbeit die positiven externen Effekte sämtlicher Maßnahmen auf die gesamte Flora und Fauna verstärkt zu kommunizieren. „Unsere Jägerinnen und Jäger leisten viel. Das gehört auch erzählt und erklärt“, so Brandmayr.

Er appelliert an die gesamte Bevölkerung: Schon durch das Einhalten einfacher Verhaltensweisen kann unserem Niederwild geholfen werden, damit sich die Wildtiere in der heutigen Kulturlandschaft wieder wohlfühlen und sich auch wieder vermehren. So sollten Störungen der Tiere vermieden werden. „Werden Hasen laufend gestört, dann wandern sie dauerhaft ab und kommen auch nicht mehr zurück“, sensibilisiert Böck für das natürliche Verhalten der Tiere. Für Naturnutzer bedeutet dies konkret, zum Beispiel beim Spazierengehen und Sporteln im Freien nicht rücksichtslos querfeldein zu gehen oder zu laufen. Hunde sollen nicht in Wiesen, Wäldern oder Feldern frei laufen, sondern bei Bedarf an die Leine genommen werden. Katzenhaltern empfiehlt die OÖ Jägerschaft, diese während der Abend- und Nachtstunden nicht hinaus zu lassen. Denn gerade jetzt im Frühling ist die Deckung noch spärlich, wodurch Jungtiere leichter auffallen, und Beutegreifer, aber auch Hunde und Katzen, können die Tiere leichter fangen und töten. Und findet man z.B. junge Feldhasen, so müssen diese unbedingt unberührt liegen gelassen werden. Die Mutterhäsin kommt zwar nur einmal in 24 Stunden zum Säugen, aber verlassen sind die Junghasen noch lange nicht.

 

Der OÖ Landesjagdverband
Der OÖ. Landesjagdverband vertritt die Interessen der Jägerschaft und der Jagd in Oberösterreich und ist Körperschaft des öffentlichen Rechtes. Zur Erfüllung seiner Aufgaben unterhält der Verband drei getrennte Organe, nämlich den Landesjägermeister, den Vorstand sowie den Landesjagdausschuss.

Der Sitz des OÖ. Landesjagdverbandes befindet sich im Jagdschloss Hohenbrunn in St. Florian bei Linz. Oberösterreichs Landesjägermeister ist Ökonomierat Sepp Brandmayr und als Geschäftsführer des OÖ. Landesjagdverbandes fungiert Wildbiologe Mag. Christopher Böck.

Weitere Informationen www.ooeljv.at und fragen-zur-jagd.at

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