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07/2017

Jagdschutzorgane: Professioneller Schutz für Wild, Wald und Mensch

87 Jägerinnen und Jäger legten heuer in Oberösterreich erfolgreich die Prüfung zum Jagdschutzorgan ab. Die behördlich geprüften Jagdschutzorgane, die über das jagdliche Fachwissen hinaus über umfassendes ökologisches, rechtliches und jagdliches Wissen verfügen, sind der verlängerte Arm der Bezirkshauptmannschaften und stellen in Oberösterreich den Jagdschutz sicher. 

Ein wichtiger Bereich des oberösterreichischen Jagdwesens ist der Jagdschutz. Dieser umfasst nach dem Jagdgesetz den Schutz des heimischen Wildes vor Futternot, Raubwild und vor Wilderern sowie eine nachhaltige und ökologische Pflege der Lebensräume. Aber auch, dass die Jagd nach den Regeln der sogenannten Weidgerechtigkeit und den aktuellen Jagdrechtsnormen ausgeübt wird.

„Der Jagdschutz, der durch die zahlreichen Jagdschutzorgane gesichert wird, ist  vor allem in unserer agrarischen, forstlichen und touristisch geprägten Kulturlandschaft von besonderer Bedeutung. Es freut mich daher ganz besonders, dass sich in diesem Jahr wieder so viele bereit erklärt haben, diese sehr umfangreiche Ausbildung zu absolvieren, sich der Prüfung zu stellen und diese Aufgabe auszuführen“, so Landesjägermeister Sepp Brandmayr. 87 Jägerinnen und Jäger aus allen oberösterreichischen Bezirken haben sich in den letzten Wochen erfolgreich der umfangreichen kommissionellen Prüfung gestellt.

Gesetzlich bestellte Jagdschutzorgane
Die Anzahl der Jagdschutzausübenden im Revier ist abhängig von der Größe des Jagdgebietes, des Wildbestands, der Gefährdungen, denen das Wild ausgesetzt ist und deren Schutzbedürftigkeit. „Ist ein Eigenjagdgebiet größer als 2.500 Hektar und weist zwei abschussplanpflichtige Schalenwildarten auf, muss mindestens ein vollbeschäftigtes Jagdschutzorgan, also ein Berufsjäger, bestellt werden“, erklärt Brandmayr.

Vertiefendes Wissen über Jagd, Wild, Natur und Mensch
Die Ausbildung zum Jagdschutzorgan stellt einen vertiefenden Schritt in der Professionalität der Jagd und im jagdlichen Umgang mit der Natur dar. Die Fortbildung und Vorbereitung zum Jagdschutzorgan umfasst rund 200 Stunden, welche innerhalb von fünf Monaten über mehrere Einheiten in der Woche absolviert werden.

Der Antritt zur theoretischen Prüfung erfolgt am Amt der OÖ. Landesregierung in Linz. Geprüft werden unter anderem jagdrechtliche sowie jagdrelevante Rechtsnormen, die neuesten Erkenntnisse in der Wildkunde, Wildhege und Wildökologie, Grundzüge der Land- und Forstwirtschaft, die Erkennung und Verhütung von Wildschäden sowie Belange des Naturschutzes, das Jagdhundewesen, Waffen-, Munitions- und Schießwesen einschließlich der Handhabung von Jagd- und Faustfeuerwaffen, die Wildbretverwertung und -hygiene sowie die Bewusstseinsbildung für Weidgerechtigkeit, gelebtes Brauchtum und Jagdethik.

Die Aufgaben der Jagdschutzorgane
Der Begriff Jagdschutzorgan benennt jene Jägerinnen und Jäger, die behördlich geprüft und für den Schutz von Wild, Wald und Mensch beauftragt sind. Die Aufgaben eines Jagdschutzorganes umfassen unter anderem die Beratung anderer Jäger, die Überprüfung der Einhaltung von jagdrechtlichen Vorschriften, das Geben von Hinweisen auf gebotenes Verhalten sowie bei Gefahr in Verzug gegenüber Tier, Natur und Mensch, diese zu schützen. „Der Bevölkerung ist oftmals nicht bewusst beziehungsweise weiß sie nicht darüber Bescheid, welch wichtige Aufgabe die Jagd in unserer Gesellschaft erfüllt. Jägerinnen und Jäger sowie unsere Jagdschutzorgane nehmen dabei eine unverzichtbare Rolle ein“, so Brandmayr. Die Bewilligung zum Jagdschutzorgan erfolgt ausschließlich durch die Behörde nach der erfolgreich absolvierten Prüfung und Bestellung durch den jeweiligen Jagdausübungsberechtigten.

Auf der Website www.fragen-zur-jagd.at sowie im Blog „Aus dem Jagdleben“ eröffnet der OÖ. Landesjagdverband interessante Einblicke in die Welt der Jägerinnen und Jäger.  

 

Rückfragehinweis:
Mag. Christopher Böck  
Tel.: 07224/20083 | Mobil: 0699/12505895  
ch.boeck@ooeljv.at 

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