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06/2019

Oberösterreichs Natur- und Artenschutz bekommt mit 532 Jungjäger und Jungjägerinnen Unterstützung

Oberösterreichs Jägerinnen und Jäger setzen sich aktiv und intensiv täglich für den Natur- und Artenschutz ein.  Bei den jährlichen Jagdprüfungen zwischen April und Juni bestanden von den 602 Jagdkartenanwärterinnen und -anwärtern 532 die Prüfung. Der Frauenanteil wuchs dabei auf 30 Prozent.

602 Jungjägeranwärterinnen und -anwärter haben in den letzten drei Monaten oberösterreichweit an den Jagdprüfungen teilgenommen – das Ergebnis kann sich sehen lassen: 532 bestanden die Jagdprüfungen erfolgreich. Die Jagd wird auch für das weibliche Geschlecht immer attraktiver: Insgesamt haben 131 Frauen die Prüfung bestanden. Im Gegensatz zum Vorjahr ist der Frauenanteil damit von 20 auf rund 30 Prozent angestiegen. Der oberösterreichische Landesjagdverband (OÖ LJV) freut sich über den konstanten Zuwachs an Jägerinnen. Dazu Landesjägermeister Herbert Sieghartsleitner: „Immer mehr Frauen begeistern sich für die Jagd, da sie die Zusammenhänge des Ökosystems verstehen möchten. Manche legen die Prüfung nicht um der aktiven Jagd willen ab, sondern beschäftigen sich gerne mit der Natur.“  Insgesamt üben nun 19.500 Jägerinnen und Jäger aktiv das Weidwerk in Oberösterreich aus.

Jagdprüfung schult ganzheitliches Denken der Prüflinge

Um die ökologische und nachhaltige Pflege des heimischen Wildes sowie den Schutz der Lebensräume zu gewährleisten, wird von den oberösterreichischen Jägerinnen und Jägern großes und komplexes Wissen verlangt. Dieses umfangreiche Know-how vermitteln die Vorbereitungskurse der Jagdbezirke des OÖ LJV: In etwa 180 Stunden werden die Jagdprüfungswerber auf die praktische und theoretische Prüfung vorbereitet. Gerade im Bereich des Natur- und Artenschutzes ist das Verständnis des Ökosystems und ihrer Zusammenhänge unabdingbar. „Die Jagdprüfung ebnet den angehenden Jungjägerinnen und Jungjägern den Weg ins Revier. Sie ist Voraussetzung zur Ausübung der Jagd und gibt den Prüfungsanwärtern ein ganzheitliches, komplexes Denken mit auf den Weg. Das heimische Wild lebt in einem Ökosystem, das auf Wechselwirkungen beruht. Gerade das Verständnis für die Zusammenhänge der Natur ist für die Jagd mit all ihren Facetten von höchster Relevanz“, weiß Mag. Christopher Böck, Geschäftsführer und Wildbiologe des OÖ Landesjagdverbandes.

Zahlreiche Motive für die Jagd

„Die Gründe, die Jagdprüfung abzulegen, sind von Prüfling zu Prüfling unterschiedlich. Wir erkennen aber einen klaren Trend in Richtung Umweltbewusstsein – die meist jungen Menschen möchten die Natur bewusster erleben und gleichzeitig ihr Fleisch selbst erbeuten, da sie wissen wollen, woher es ist und dass das Tier vorher gut gelebt hat. Auch Artenschutz spielt eine Rolle“, erklärt Landesjägermeister Sieghartsleitner die Motive für die Jagdprüfung.

Unsere Umwelt hat sich immer mehr zu einer intensiven und modernen Kulturlandschaft entwickelt. Gleichzeitig sehnen sich immer mehr Menschen nach Erlebnissen in der Natur und danach, ihre Freizeit auch aktiv im Freien zu verbringen. Dies führt zu einer Überbelastung des Lebensraumes der heimischen Wildtiere, womit diese Lebensräume stark eingeschränkt werden. „Die Wildtiere kommen nicht mehr zur Ruhe. Dies zeigt sich vom Feldhasen in den Niederungen bis zu den Gämsen im Hochgebirge. Der Rückgang von manchen Tierarten, wie das Rebhuhn, regional der Feldhase und andere bzw. die mangelnde Gesundheit mancher Tiere durch Stressfaktoren versetzen die ganze Jägerschaft in Alarmbereitschaft. Hier haben wir großen Handlungsbedarf“, erklärt Wildbiologe Böck und ergänzt: „Natürlich spielen andere Faktoren, wie Klimawandel oder Veränderungen in der Land- und Forstwirtschaft auch eine Rolle, doch diese werden durch Störungen noch verstärkt.“

OÖ LJV sucht Dialog mit Naturnutzern

Die nachhaltige Ausübung und umfassenden Aufgaben der Jagd kann in Zukunft nur dann entsprechend gelingen, wenn sie einer größtmöglichen Abstimmung mit allen Naturraum- und Lebensraumnutzern erfolgt. Die Umsetzung einer wildökologischen Raumplanung ist daher eine Notwendigkeit, die der oberösterreichische Landesjagdverband forciert. „Oberösterreichs Jägerinnen und Jäger sehen sich als Anwalt der Natur und des Wildes. Wir haben Verständnis, dass die Menschen ihre Freizeit draußen verbringen möchten. Da die Natur limitiert ist, brauchen wir dennoch eine bestimmte Ordnung – ansonsten droht ihr langfristig der Kollaps. Die Natur zu erhalten bedeutet für alle einen Mehrwert!“, so Landesjägermeister Herbert Sieghartsleitner.

Auf der Website www.fragen-zur-jagd.at sowie im Blog „Aus dem Jagdleben“ gewährt der OÖ Landesjagdverband seit Jahren interessante Einblicke in die Welt der Jägerinnen und Jäger. 

 

Rückfragehinweis:   Mag. Christopher Böck

                                     Tel.: 07224/20083 | Mobil: 0699/12505895

                                     ch.boeck@ooeljv.at

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