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02/2021

Wiedereröffnung hilft Wintersporthändlern nicht

Trotz der Wiederöffnung des Handels ab Montag zeigt sich keine Entspannung für die Sportfachhändler in touristischen Gebieten. Durch Umsatzverluste von 90 Prozent und mehr, der Verlängerung des Lockdowns für den Tourismus und der nur schleppend eintreffenden Unterstützungen der Regierung sind die Reserven vieler Sportfachhändler aufgebraucht. Gezielte finanzielle Unterstützung bietet SPORT 2000 zwar auch als Verband, die Gesamtsituation löst das nicht.

Viele Sportartikelhändler, vor allem jene, die im Skiverleih und Skiservice in den Tourismusregionen angesiedelt sind, stehen mit dem Rücken zur Wand. Die finanziellen Hilfen der Regierung kommen nicht schnell genug zu den Händlern, der Umsatz bleibt aus und kann auch im Frühling oder Sommer nicht mehr nachgeholt werden. Wintersporthändler erzielen 90 Prozent ihres Jahresumsatzes im Winter. Die Sommerware steht vor der Auslieferung und die Rechnungen für die neue Ware, die bereits im letzten Jahr geordert wurde, werden nun alle fällig. SPORT 2000 Vorstand Dr. Holger Schwarting wies bereits im Herbst massiv auf das Thema der Liquidität und die spezielle Situation der Wintersporthändler hin. „Hier hat komplett das Verständnis der Verantwortlichen gefehlt. Wir konnten in den letzten Wochen durch intensive Gespräche und Bemühungen zwar Bewusstsein schaffen, die Hilfen laufen jedoch nur sehr schleppend an, sprich das Geld kommt nicht schnell genug zu den Händlern. Zudem ist die Situation für unsere Händler sehr unterschiedlich. Jetzt nach dem Gießkannenprinzip zu helfen, macht wenig Sinn. Es ist es wichtig, zu differenzieren. Wir werden als Verband unseren Händlern ganz gezielt unter die Arme greifen. Dort wo notwendig auch stark, um unsere Händler sicher durch diese Krise zu begleiten“, sichert Schwarting seinen SPORT 2000 Händlern in Ergänzung zu den Unterstützungen der Regierung auch gezielte finanzielle Unterstützung durch den Verband zu.

Jetzt braucht es Ehrlichkeit statt Versprechungen

SPORT 2000 hilft seinen Händlern individuell als Verband im Rahmen seiner Möglichkeiten. Dabei ist es für Schwarting wichtig, jetzt ehrlich zu bleiben: „Unsere Händler brauchen jetzt gezielte finanzielle Unterstützung und keine Versprechungen, die zwar auf dem Papier gut aussehen, bei näherer Betrachtung aber nur ganz wenigen wirklich helfen. Es ist jetzt nicht die Zeit für Ankündigungsmarketing oder Spielchen. Es ist unmöglich als Verband, allen Händlern durch diese Zeit zu helfen. Da braucht es den Zusammenhalt vieler, wie der Lieferanten und der Regierung, um wirklich Hilfe zu bieten und die Situation bis zum nächsten Winter zu überbrücken“, sieht Schwarting nur gemeinsam einen Weg aus der aktuellen Situation.

Die Möglichkeit auf finanzielle Unterstützung durch den Verband zurückgreifen zu können, schafft in der aktuell teilweise existenzbedrohenden Situation nicht nur für die hauptsächlich familiengeführten Handelsbetriebe zumindest eine gewisse Erleichterung. Sie sichert auch für deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Weiterbeschäftigung und die Wertschöpfung in den Regionen.

Sportfachhandel fordert rasche Umsetzung der angekündigten Hilfsprogramme

Besonders wichtig für alle betroffenen Unternehmen ist jetzt, dass die angekündigten Unterstützungen der Regierung auch tatsächlich zur Auszahlung kommen. „Bei allem Verständnis für die Maßnahmen stehen viele Händler total unverschuldet vor einem Liquiditätsproblem. Sie kämpfen seit März des letzten Jahres mit geschlossenen Geschäften, Umsatzeinbrüchen und zuletzt dem Wegfall des Tourismus mit all seinen Auswirkungen. Es kann nicht sein, dass mir Händler rückmelden, sie hätten alle Ansuchen gestellt, aber Geld sei bisher keines geflossen. Die Umsetzung muss deutlich schneller gehen, will man den Händlern tatsächlich helfen“, appelliert Schwarting an die Verantwortlichen in der Regierung, die Auszahlung der zugesagten Hilfen schneller zu realisieren.

Viele der Sportfachhändler sind aktive und wichtige Sponsoren in ihren Gemeinden und unterstützen diese mit zahlreichen Investitionen. Diese drohen als Folge der aktuellen Entwicklungen nun wegzufallen. 

SPORT 2000
SPORT 2000 ist Österreichs größte Fachhändlergemeinschaft mit Sitz im oberösterreichischen Ohlsdorf. 237 Händler mit 398 Geschäften in ganz Österreich erzielten 2020 einen Umsatz von 590 Mio. Euro. SPORT 2000 Österreich (inkl. Tschechien und Slowakei) erwirtschaftete mit insgesamt 308 Sportfachhändlern und 518 Geschäften im Jahr 2020 einen Umsatz von 636 Mio. Euro.

SPORT 2000 Österreich ist Mitglied bei SPORT 2000 International, der europaweit zweitgrößten Einkaufskooperation selbstständiger Sporthändler mit 3.950 Geschäften in 23 Ländern und einem Gesamtumsatz im Jahr 2019 von 4,9 Mrd. Euro.

Pressekontakt

Impuls Public Relations | Irina Haas
irina@impulskommunikation.at
Tel.: +43 732 234940 | Mobil: +43 676 9505311

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