Der Herbst bietet ideale Bedingungen für Neupflanzungen. Der Boden ist noch warm und im Idealfall ausreichend feucht. Obstbäume, Beerensträucher, winterharte Stauden und Gehölze können jetzt besonders gut einwurzeln. Auch frühlingsblühende Blumenzwiebeln kommen bereits in die Erde. Wer sorgfältig pflanzt und auf den passenden Standort achtet, erleichtert den Pflanzen den Start ins nächste Frühjahr.
Spätsommer und Herbst zählen zu den besten Pflanzzeiten des Jahres. Ein großer Vorteil liegt in den kühleren Temperaturen und im noch warmen und optimalerweise feuchten Boden. Da viele Pflanzen ihr oberirdisches Wachstum bereits abgeschlossen haben, investieren sie ihre Energie verstärkt in die Wurzelbildung. Dadurch sind sie vor dem Winter bereits gut eingewurzelt und treiben im nächsten Jahr früher und kräftiger aus.
„Grundsätzlich können jetzt alle robusten und winterharten Pflanzen gut eingesetzt werden“, erklärt bellaflora Pflanzenexpertin Bettina. Dazu zählen Obstbäume, Beerensträucher, winterharte Gehölze, Stauden, Sträucher und Gräser. Auch Topfgärten auf Balkon und Terrasse sowie Gräber lassen sich mit dekorativen Herbstpflanzen wie Gräsern, Herbstanemonen, Callunen, Chrysanthemen oder Astern neugestalten.
Frühlingsblüher von September bis November setzen
Von September bis November ist die optimale Pflanzzeit für frühlingsblühende Blumenzwiebeln wie Tulpen, Narzissen, Hyazinthen oder Krokusse, vorausgesetzt, die Erde ist noch nicht gefroren. Als Faustregel gilt, die Zwiebeln etwa doppelt so tief zu setzen, wie sie hoch sind. Der rundere Wurzelbereich zeigt dabei nach unten, die Spitze nach oben.
Größere Blumenzwiebeln werden mit ungefähr zehn Zentimetern Abstand gepflanzt, kleinere können enger gesetzt werden. In Gärten mit Wühlmäusen bieten spezielle Gitterkörbe zusätzlichen Schutz. Für besondere Akzente im Frühlingsbeet sorgen beispielsweise ausgefallenere Narzissen- und Tulpensorten wie die Neuheiten „Sunshine Rouge“, „Martinette“, „Terry“, „Grand Perfection“ oder „Akebono“. Wildkrokusse bringen zudem früh im Jahr Farbe in den Garten und bieten heimischen Insekten nach dem Winter eine erste Nahrungsquelle.
Blütenvielfalt mit der Lasagne-Methode
Auch auf kleinem Raum lassen sich verschiedene Frühlingsblüher kombinieren. Bei der sogenannten Lasagne-Methode werden Blumenzwiebeln in mehreren Schichten in ein 30 bis 40 Zentimeter hohes Pflanzgefäß gesetzt. Besonders praktisch ist die Methode für Balkon und Terrasse, da mehrere Frühlingsblüher platzsparend in einem Gefäß kombiniert werden können.
Auf eine erste Schicht torffreier Erde folgen große Blumenzwiebeln wie Kaiserkronen oder Narzissen. Darüber folgen erneut Erde und mittelgroße Zwiebeln, beispielsweise Hyazinthen oder Tulpen. In die oberste Schicht werden kleine Frühlingsblüher wie Krokusse oder Traubenhyazinthen gepflanzt. Zusätzlich können die Töpfe mit dekorativen Herbstpflanzen bepflanzt werden. Da die Pflanzen zu unterschiedlichen Zeitpunkten blühen, entsteht über mehrere Wochen hinweg ein abwechslungsreiches Blütenbild.
Richtig pflanzen und anwachsen lassen
Damit neu gesetzte Pflanzen gut anwachsen, kommt es auf eine sorgfältige Pflanzung und Pflege an. „Das Pflanzloch sollte etwa doppelt so groß wie der Wurzelballen sein. Für die Pflanzung eignet sich eine gute torffreie Pflanzerde, alternativ kann die Gartenerde mit reifem Kompost verbessert werden. Nach dem Einsetzen die Erde gut andrücken und die Pflanze angießen“, empfiehlt bellaflora Pflanzenexpertin Bettina. In längeren Trockenphasen sollte der Wurzelbereich auch im Herbst regelmäßig gegossen werden. Eine Mulchschicht aus Laub oder Miscanthusstreu hilft zusätzlich, die Feuchtigkeit länger im Boden zu halten und schützt die Wurzeln vor starkem Frost.
Pflanzen mit besonderen Ansprüchen wie Rhododendron, Hortensien oder Callunen benötigen eine passende Moorbeeterde. Neu gesetzte Bäume erhalten mit einem stabilen Baumpfahl zusätzlichen Halt. Empfindliche Pflanzen wie Feigen oder mediterrane Obstgehölze sollten hingegen besser erst im Frühjahr gesetzt werden, damit sie über die gesamte Vegetationsperiode ausreichend einwurzeln können.
Über bellaflora
bellaflora ist Österreichs führendes Unternehmen für naturnahes Gärtnern und Dekorieren. Das Unternehmen wurde 1978 gegründet. In den 26 bellaflora Filialen und einem Salon Verde sind derzeit rund 550 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, darunter 38 Lehrlinge. Das Unternehmen steht in österreichischem Privateigentum. Die Firmenzentrale befindet sich in Leonding bei Linz.
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