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10/2026

efko: Heimisches Gemüse und Obst sichern und gemeinsam Verantwortung übernehmen

Die angekündigte Schließung eines Werks für Tiefkühlgemüse im Marchfeld zeigt, wie eng die Zukunft heimischer Landwirtschaft mit regionaler Verarbeitung verbunden ist. Fallen Verarbeitungskapazitäten und verlässliche Abnehmer weg, geraten gewachsene Wertschöpfungsketten unter Druck. efko setzt deshalb auf langfristige Partnerschaften mit der heimischen Landwirtschaft und wirtschaftlich tragfähige Bedingungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Ob und in welcher Form efko an einer möglichen Lösung für die Tiefkühlverarbeitung mitwirkt, ist derzeit offen.

Die angekündigte Schließung betrifft die Beschäftigten des Werks ebenso wie die landwirtschaftlichen Partnerbetriebe im Marchfeld. Für die Betriebe bedeutet der Verlust eines verlässlichen Abnehmers einen tiefen Einschnitt in ihre Planung. Die Auswirkungen reichen über einzelne Ernten hinaus: Gefährdet sind auch Wissen, Investitionen, Arbeitsplätze und die langfristige Verfügbarkeit heimischer Lebensmittel. „Was über Generationen aufgebaut wurde, lässt sich nicht kurzfristig ersetzen. Landwirtschaftliche Betriebe brauchen passende Verarbeitungskapazitäten und verlässliche Abnehmer. Unsere Vision bei efko ist, heimisches Gemüse und Obst für Generationen zu sichern. Dafür braucht es wirtschaftlich tragfähige Bedingungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette“, erklärt Thomas Krahofer, Geschäftsführer der efko Gruppe.

Heimische Produktion braucht eine verlässliche wirtschaftliche Grundlage
Steigende Kosten für Energie, Personal und Bürokratie erschweren es, Lebensmittel in Österreich zu wettbewerbsfähigen Preisen zu produzieren. Damit heimischer Anbau und regionale Verarbeitung langfristig bestehen können, braucht es tragfähige Bedingungen für die Produktion und verlässliche Absatzmöglichkeiten.
efko bringt dafür langjährige Partnerschaften mit der Landwirtschaft, Qualität und Erfahrung in der Verarbeitung ein. Das Unternehmen setzt auf unterschiedliche Formen der Haltbarmachung von Gemüse und Obst. Mit Vitana liegt ein weiterer Schwerpunkt der Gruppe auf frischen, küchenfertigen Produkten. Tiefkühlgemüse war bisher kein strategischer Schwerpunkt. „Wir sind bereit, uns an Gesprächen über eine tragfähige Lösung zu beteiligen. Ob und in welcher Form daraus ein Engagement von efko entsteht, ist derzeit offen. Dazu sind zum jetzigen Zeitpunkt keine belastbaren Aussagen möglich“, erläutert Krahofer.

Verantwortung vom Feld bis ins Regal
Heimische Lebensmittel langfristig zu sichern, braucht das Zusammenwirken von Landwirtschaft, Verarbeitung, Handel, Politik und Konsument. Dazu gehören wettbewerbsfähige Produktionsbedingungen ebenso wie die Beschaffung und Sortimentsgestaltung des Handels sowie nachvollziehbare Herkunftsinformationen. Zugleich spielt der Preis bei Kaufentscheidungen eine wesentliche Rolle: Viele Haushalte müssen auf ihre Ausgaben achten.
„Die Verantwortung für heimische Lebensmittel tragen wir gemeinsam. Es geht darum, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass Gemüse und Obst auch in Zukunft in Österreich angebaut, verarbeitet und gekauft werden. Langfristige Partnerschaften und eine starke regionale Verarbeitung sind dafür die Grundlage“, betont Krahofer.

efko Frischfrucht und Delikatessen GmbH
Die efko Frischfrucht und Delikatessen GmbH ist der bedeutendste Sauergemüsehersteller Österreichs. efko steht für Eferdinger Kostbarkeiten und ist ein international ausgerichtetes Unternehmen mit Hauptsitz in Eferding/Oberösterreich und Tochtergesellschaften in Tschechien (efko-Veselí und machland-Veselí). Auch die Firmen Geißlmayr in Eferding/Oberösterreich, machland in Naarn/Oberösterreich, die Stiftsgärtnerei Wilhering in Wilhering/Oberösterreich sowie Vitana in Niederösterreich gehören zur efko Gruppe. 1941 erfolgte die Gründung der Gartenbaugenossenschaft Eferding – die Vorläuferin der heutigen efko. Aufgrund der efko Beteiligungsstruktur sind 49 Prozent des Unternehmens im Besitz der OÖ Obst- und Gemüseverwertungsgenossenschaft. 120 Landwirt aus der Region, die Obst und Gemüse in bester Qualität und nach strengen Kriterien produzieren, sind Teil dieser Genossenschaft.
Die efko Unternehmensgruppe verarbeitet und veredelt jährlich rund 90.000 Tonnen von 70 Frucht- und Gemüsesorten. Derzeit beschäftigt die efko Unternehmensgruppe rund 678 Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2025 wurde ein Umsatz von 197,7 Mio. Euro erwirtschaftet.
efko unterstützt den unabhängigen Verein Land schafft Leben. Das Ziel des Vereins ist es, den Konsument den Wert österreichischer Lebensmittel bewusst zu machen und gemeinsam mit allen Beteiligten der Produktionskette aufzuzeigen, was ein Lebensmittel ausmacht. Durch die Förderung von Land schafft Leben leistet efko einen wertvollen Beitrag, mehr Transparenz und Objektivität in die Diskussion um Lebensmittelqualität, Nachhaltigkeit und Regionalität zu bringen.
Weitere Informationen unter www.efko.at

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