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Interne Kommunikation, Krisenkommunikation

impuls Die Bedeutung von interner Kommunikation in der Krise

18.03.2020, Barbara Lamb

Wir freuen uns, dass Sie uns Ihre Meinung zum Blogbeitrag schreiben. Gerne lesen wir den Kommentar als Erster, dann wird er für alle LeserInnen freigeschaltet.

Wir erleben es gerade: eine Krise. Eine weltweite Krise. Ich sitze so wie viele Menschen zuhause vor meinem Laptop und versuche ein Stück Normalität zu leben. Meine Kinder schlafen noch. Corona-frei. Das liegt zwar nicht im Sinne der Regierung, wohl aber im Eigeninteresse der Menschen, zumindest meiner Kinder. So sind sie. Die Jungen. Die Unbeschwerten. Zumindest war es nicht schwierig sie davon zu überzeugen, dass sie zuhause bleiben und auf persönliche Kontakte weitgehend verzichten. Für diese Personengruppe, das Normalste der Welt: Dann treffen wir uns eben online. Die Stimmen vieler Kinder aus den Kinderzimmern, ohne tatsächlich Besucher im Haus zu haben, begleiten uns bereits viel länger als der Coronavirus. Und wir Eltern, wir lernen und tun das jetzt eben auch.  

(K)ein normaler Arbeitsalltag 

Die Arbeitsaufträge der Schule sind auf den Plattformen. Einige. Wenige. Manche Lehrer haben scheinbar auch corona-frei. Andere sind sehr ehrgeizig, medienversiert und fordern auf, sich doch bitte zuhause neues Stoffgebiet anzueignen. In Geschichte? Relativ einfach. In Mathematik mit Polynom-Funktionen (was war das nochmal genau?). Schon schwieriger. Und wissen sie was? Ich nehme es keinem übel. Ich erlebe Buchhalterinnen, die zum ersten Mal zuhause sitzen und mit dem Laptop arbeiten. Funktioniert alles ganz einwandfrei. Ja, bei der Besprechung und dem Testlauf in der Firma am Freitag schon, aber zuhause stellen sie fest; sie haben kein Internet. Ok. Was tun? Wie erreiche ich jetzt jemanden, der mir hilft? Und geht das online überhaupt, wenn ich kein Netz habe. Sie wissen es bereits, oder? Ja, es funktioniert. Via Smartphone, WhatsApp und Mail. Bereits am nächsten Tag ist das Netz eingerichtet und sie arbeitet von zu Hause aus. Vielleicht langsamer, weil die Kinder ja auch zuhause sind. Und weil sie für die Lieben zuhause nun kochen müssen. Hunger haben die Menschen schließlich auch in der Krise. Und überhaupt weil es dieser Tage mit dem Denken und Konzentrieren gar nicht so einfach ist.  

Die Krise als Lernchance 

Das was gerade passiert ist, dass wir lernen. Wir lernen alle in Höchstgeschwindigkeit. Wir lernen Dinge, von denen wir bisher nicht wussten, dass wir sie brauchen. Wir passen uns an. Und wir können das alle sehr gut. Wichtig ist, dass wir nun auch daraus lernen für die Zeit nach der Krise. Welche Kanäle haben gut funktioniert? Wie konnten wir unsere Mitarbeiter erreichen? Welche Systeme haben wir genützt, um unser Unternehmen so weit wie möglich aufrecht zu erhalten? Was haben wir beigetragen, unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Angst zu nehmen und Sicherheit zu geben? Inwieweit waren wir dazu in der Lage?  

Mitarbeiterkommunikation in der Krise gibt Sicherheit 

Interne Kommunikation ist ein Schwerpunkt bei Impuls Kommunikation. Nicht nur, weil es ein Herzensthema ist, das in vielen Unternehmen leider bisher oftmals nur halbherzig gelebt wird. Nein, weil es im täglichen Arbeitsmiteinander so wichtig ist, mit seinen Mitarbeitern in Beziehung zu sein. Das zeigt auch unsere ganz aktuelle Studie, die wir im Jänner gemeinsam mit dem Linzer market Institut repräsentativ für Österreich durchgeführt haben (und die wir bald veröffentlichen werden). Von den unselbständig Erwerbstätigen in Betrieben mit 10 oder mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern haben weniger als ein Fünftel das Gefühl, sehr leicht an benötigte Informationen zu kommen. Dabei wäre es gerade jetzt in diesen Tagen gut und wichtig, in Beziehung mit den eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu sein und laufend relevante Informationen bereitzustellen wie etwa: Wie geht es dem Unternehmen? Welche Schritte sind geplant? Wie geht es weiter? Wie stark sind wir betroffen? All das, was die Regierung nun gerade für alle Österreicherinnen und Österreicher beschließt, den nächsten Schritt weitergedacht und für die Belegschaft aufbereitet und kommuniziert.  

Sicher ist: diese Krise geht vorüber. Wir wissen nicht wann, aber sie geht vorüber. Fraglich ist, ob und wenn ja, welche Krise auf diese folgt. Ich hoffe, keine Wirtschaftskrise. Aber auf jeden Fall ist nach der Krise, vor der Krise und dann die Zeit, um sich vorzubereiten. 

Krisenkommunikation lenken 

Essenziell ist Kommunikationswege im Voraus zu planen, das heißt, wer erfährt was durch wen oder welches Medium. In der internen Kommunikation stellt sich die Frage: Wie erreiche ich alle Mitarbeiter? Reichen meine internen Info-Screens oder brauche ich doch eine Möglichkeit, meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter schnell auf dem Handy zu informieren? Wenn ja, welches Tool ist hier am besten geeignet? Fragen, denen wir uns nicht jetzt aktuell in der Krise widmen können. Denn jetzt geht es um Liquidität, um den Erhalt des Unternehmens. Doch dann nach der Krise, da sollten sich die Unternehmen Zeit nehmen, um sich auf Zeiten wie diese vorzubereiten.   

Drei Schritte zur Krisenbewältigung 

VORBEUGUNG 

Kommunikation beginnt lange vor der Krise, deswegen ist Vorbeugung so wichtig. Wichtige Fragen dabei: 

  • Was kann zu Krisen führen? Wo befinden sich die Schwachstellen? 

  • Ist das Management für den Umgang mit Krisen sensibilisiert? 

  • Ist das Unternehmen über die öffentliche Meinung informiert? (Medienbeobachtung) 

  • Gilt das Unternehmen als glaubwürdig? 

  • Findet Kommunikation mit Bezugsgruppen dauerhaft statt? 
     

VORBEREITUNG 

Das Entscheidende ist hier die Vorbereitung mit entsprechenden Mitteln. Unternehmen sind gut beraten, wenn sie eine Krise vorab „durchspielen“. Des Weiteren ist ein Krisenhandbuch mit den Regeln zur Kommunikation im Ernstfall ein äußerst wichtiger Begleiter, der vor allem eins gibt: Sicherheit. Durch eine gute Vorbereitung geben sie als Unternehmend den Buschtrommeln keine Chance, und Fake-News ebenso wenig.  
 

BEWÄLTIGUNG 

Das Ziel ist es, die Krise einzudämmen und zu steuern. Dabei können interne sowie externe Kommunikationsinstrumente hilfreich sein. Bei der Anwendung dieser Instrumente ist immer der individuelle Fall entscheidend - man sollte sich fragen, wie man am besten die jeweilige Zielgruppe erreicht. 

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